Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

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K_ade67
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Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon K_ade67 » 11. Okt 2017, 15:49

Hallo Zusammen,
da mein techniches Wissen nur klein ist, brauche ich dringend eure Hilfe.
Bei meinem Mustang wurde ein KW Gewindefahrwerk V3 eingebaut.
Serienbereifung mit OZ Felgen von Asch Motorsport.
Leider ist es so, dass sich mein Lenkrad sehr oft bei der Fahrt "schief" stellt oder sogar komplett einknickt.
Meistens knickt es nach links, sehr selten nach rechts ein.
Das Fahrzeug wurde mehrmals vermessen & die Werte sind in Ordnung.
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Mir wurde jetzt von mehreren Werkstätten zugesagt, dass es normal sei.
Aufgrund der breiten Bereifung und dem Fahrwerk würde sowas vorkommen, dass sich die Spurrillen sowie Schlaglöcher negativ auf meine Lenkung auswirken würden.
Ich muss dazu noch sagen, das dass Fahrzeug dabei zur linken Seite zieht.
Ich glaube da ehrlich gesagt nicht dran. Wenn ich meinen VW Golf 5 GTI fahre (ebenfalls Gewindefahrwerk) passiert nichts in der Art. Alles gerade.. kein schlagen und kein einknicken. Es bleibt permanent der Spur treu.
Hier ein paar Bilder :
Beim bremsen (Ampel) mit Starken unebenheiten auf der Straße :
Bild
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Wenn mein Mustang auf der Autobahn eine strake unebenheit spürt, greift sich der Mustang teileweise so in der Straße fest, das er selbst entscheidet wo es langgeht und das Lenkrad bleibt dann so stehen. Es sollte eigentlich geradeaus gehen... und das sieht dann ungefähr so aus :
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Das Schlimmste bisher nach einem Bremsvorgang :
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Habt Ihr Ähnliche Probleme/Erfahrungen oder sogar eine Lösung ? :shrug: :shrug: :shrug:

Danke im vorraus.

Gruß Kevin

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Klammer » 11. Okt 2017, 15:56

Welche Einpresstiefe haben die Felgen?

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Fennek » 11. Okt 2017, 15:59

Ich würde mal ganz stark darauf tippen, dass mit der jetzigen Einstellung und Bereifung das Fahrzeug sehr stark Spurrillen nachläuft. Hatte das Problem mal bei meinem Porsche. Ich denke mehr Vorspur an der Vorderachse könnte helfen.
Gruß
Michael
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Klammer » 11. Okt 2017, 16:01

Der Sturz vorne sieht auch nicht liebevoll eingestellt aus ... das würde ich deutlich neutraler einstellen lassen. ...

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon martins42 » 11. Okt 2017, 16:17

Hi,

das scheint mit meinem Problemchen verwandt zu sein, aber schon mit Serienfahrwerk.
Ringkampf mit der Spurrinne
Werde beim diesjährigen Herbst-Radwechsel endlich mal eine Fahrwerksvermessung machen lassen. Vielleicht finden sich ja irgendwelche Parallelen.

Grüße
Martin

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Waldo Jeffers » 12. Okt 2017, 12:28

Grundsätzlich ist es eben so, das ein starkes Auto mit Hinterradantrieb und sehr breiten Felgen und Reifen eben auch heikler auf alle Arten von schiefen Fahrbahnen oder Spurrillen oder Längswellen in der Fahrbahn reagiert.

Das ist ganz normal und nicht vermeidbar. Vergleiche zu frontgetriebenen Fahrzeugen mit deutlich schmaleren Felgen und Reifen kann man da einfach nicht ziehen.

Man darf sich auch nicht wundern, dass solche Symptome sich verstärken, wenn man durch andere Felgen und Reifen (das Gleiche würde für Spurscheiben gelten) die Spur und die Reifenaufstandsfläche verbreitert. Jede solcher Änderungen bringt eben auch Änderungen beim Fahrverhalten mit sich und man muss einfach damit leben, dass neben vielen positiven Auswirkungen dann auch mal negative Begleiterscheinungen dabei sein können. Ein Punkt, der von den Optikfetischisten immer wieder ignoriert wird.

Zum Trost: Auch mein penibel optimierter und eingestellter Wagen hat dieses Symptom, vor allem bei Längswellen in der Fahrbahn und naturgemäß am Stärksten, wenn ich mit meinen knapp 100 kg Lebendgewicht + Klamotten alleine im Auto sitze. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich bei meinem Auto um keinen Preis hinten noch breitere Felgen und Reifen als die montierten 10x20" Felgen und die darauf aufgezogenen 285/35R20 Sommerreifen haben wollte.

Soviel dazu. Ansonsten ist mir wie einigen meiner Kollegen hier auch schon aufgefallen, dass zwar keiner der Einstellwerte deutlich außerhalb der Toleranzen liegt, aber die Kombination der Einstellwerte wohl auch nicht optimal ist.

Nachlauf vorn: Grundsätzlich okay. Ich fahre +6° 50' also etwas weniger. Glatte +7° 0' wäre auch noch gut.
Faustformel: Der Mittelwert des von Ford vorgegebenen Rahmens ist +7° 7' und sollte nicht deutlich überschritten werden, ich würde daher in einem Bereich zwischen +6°50' und max +7°10' einstellen lassen. Wären Spur und Sturz okay, würde ich es so lassen, da dies bei Deinem Auto aber nicht der Fall ist, sollte man bei der Neueinstellung dann auch den Nachlauf etwas kleiner einstellen.

Sturz vorn: Wie hier schon völlig zu Recht geschrieben wurde, ist der Sturz für ein normales Straßenfahrzeug zu stark auf der negativen Seite. Ich würde in einem Bereich zwischen -1°12' und -1°18' einstellen lassen.

Einzelspur vorn: Das ist nach meinen ganz subjektiven Erfahrungen der einzige richtige "Klops". Positive Vorspur vorn ist bei unserem Mustang meiner Meinung nach ohnehin nicht so gut und in Verbindung mit einem zu starken negativen Sturz ist es noch weniger gut. Es macht den Wagen in der Kombination sowohl bei Topspeed instabiler und vergrößert die Empfindlichkeit für das geschilderte Problem. Positive Vorspur vorn begünstigt nach meinen Erfahrungen auch dieses unangenehme Untersteuern in schnller gefahrenen Kurven. Mittelwert von Ford ist neutrale Einzelspur also +0°0'. Das sollte die Höchstgrenze sein, ich fahre -0°8', im anderen Extrem sollte die Ford- Toleranzgrenze von -0°12' bei einem Straßenauto ebenfalls nicht überschritten werden.

Sturz hinten: Ist völlig okay. Ich habe glaub ich im Moment -1°54' bei 10" breiten Felgen mit ET37 und 285/35R20 Reifen hinten. Um die -2° bis -2°5' ist mit ähnlichen Felgen- und Reifendaten und bei einer Tieferlegung genau richtig. Allerdings ist der Unterschied zwischen links und rechts doch recht groß. Was wiederum ohne zusätzliche Exzenterversteller für den Sturz hinten wie meinen Steeda #555-4126 völlig normal ist, weil es serienmäßig fast unmöglich ist, bei vertretbarem Zeitaufwand genauer einzustellen. Das ist dann nur mit dem genannten Zubehör möglich.

Einzelspur hinten: Ist an sich auch nicht verkehrt. Ich fahre etwas weniger positive Einzelspur, nämlich um die +0°10'.

Um andere Fehlerursachen wie einen schief montierten hinteren Hilfsrahmen ausschließen zu können, empfiehlt sich Steeda #555-4438, der "rear subframe alignment kit" also die 4 Führungsbuchsen aus Hartkunsttoff, die für eine exakte Führung der Montagebolzen sorgen. Nach deren Montage muss Spur/Sturz allerdings noch mal geprüft werden, daher empfiehlt es sich, diesen sehr günstigen Kit (um die 40-45$) gleich bei einer Tieferlegung mit zu montieren.

Fahrwerk: Das KW v3 ist nicht nur nach meiner Meinung, sondern wohl der meisten Kollegen hier, die es auch montiert haben "state of the art" beim Mustang. Also schon TOP !

Felgen: Ähnliches gilt für die OZ Felgen, wahrscheinlich wohl die leggera in 19" (da Serienbereifung) ? Die Breite und die ET Angabe fehlt, beides wäre wichtig, wir sind hier alle keine Hellseher. Grundsätzlich gilt für OZ aber: Exakte Fertigung, hohe Festigkeit und enorme Gewichtsersparnis sorgen für eine eindeutige zusätzliche Verbesserung des gesamten Fahrwerks. Die gute Optik gibt es dazu.
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon PonyGT » 12. Okt 2017, 13:58

Fennek hat geschrieben:Ich würde mal ganz stark darauf tippen, dass mit der jetzigen Einstellung und Bereifung das Fahrzeug sehr stark Spurrillen nachläuft. Hatte das Problem mal bei meinem Porsche. Ich denke mehr Vorspur an der Vorderachse könnte helfen.


Ist auch meine Meinung:
Vorspur wirkt stabilisierend,
wenn Dein Auto so wie es ist vielleicht etwas empfindlich reagiert, würde ich mal etwas mehr Vorspur probieren:

Du hast, wenn richtig gemessen, +0° 3' Minuten (=0,05° Dezimalgrad) Einzelvorspur, also +0° 6' Minuten (=0,1° Dezimalgrad) Gesamtvorspur.

Erlaubte Toleranz ist +/- 0,2° Gesamt

Du könntest also noch ein weiteres "Zehntel°" geben und wärst immer noch in der Toleranz.

Markiere Dir die Stellung der Spurstangen, dann kannst Du leicht wieder zurückstellen.

Hast Du Spurplatten drauf?
Auch diese können zu Deinem unerwünschten Effekt führen oder ihn zumindest begünstigen.
(Stichwort " Negativer Lenkrollradius" wird verändert.
Mitte Gummi-Radaufstandsfläche liegt außerhalb der verlängert gedachten Achse Domlager<> Achsschenkeldrehpunkt)

Waldo Jeffers hat geschrieben:Man darf sich auch nicht wundern, dass solche Symptome sich verstärken, wenn man durch andere Felgen und Reifen (das Gleiche würde für Spurscheiben gelten) die Spur und die Reifenaufstandsfläche verbreitert. Jede solcher Änderungen bringt eben auch Änderungen beim Fahrverhalten mit sich und man muss einfach damit leben, dass neben vielen positiven Auswirkungen dann auch mal negative Begleiterscheinungen dabei sein können. Ein Punkt, der von den Optikfetischisten immer wieder ignoriert wird.

@Waldo Jeffers, Du warst mal wieder etwas schneller............... :)
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Waldo Jeffers » 12. Okt 2017, 16:28

Ja, aber deswegen ist Dein übriger Tipp mit noch mehr positiver Einzelspur vorn in meinen Augen und nach meinen Erfahrungen (ich hab damit nach Montage des KW v3 herum experimentiert) leider völlig verkehrt, sorry. Ich habe dadurch nichts Positives feststellen können, im Gegenteil und bin zu dem von mir genannten Wert mit -0° 8' zurück, damit war das unangenehme Untersteuern dann sofort wieder weg und bei scharfer Kurvenfahrt war auch sofort wieder viel mehr Grip auf der Vorderachse vorhanden. Und in Verbindung mit zuviel negativem Sturz vorn passt eine positive Einzelspur vorn schon dreimal nicht.

Nebenbei, die Angabe von Dezimalwerten scheint immer wieder etliche Leute zu verwirren, speziell auch Profis, wenn sie Dezimalwerte von Laien genannt bekommen. Ganz einfach weil der Profi dann nicht weiß, ob die Nennung eines Dezimalwertes durch einen Kunden Absicht war oder der Kunde nur die nach Winkelgraden gemachten Angaben falsch verwurstelt hat. Zur Vermeidung solcher Irrtümer rate ich daher lieber dazu, ausschließlich bei den Winkelgradangaben zu bleiben. Wenn da ° und ' stehen, sind diese Angaben eindeutig.

Ist auch für die Laien besser, die schon die teils recht komplizierten Zusammenhänge um Winkelgrade und Minuten von Spur, Sturz und Nachlauf nicht voll im Kopf haben. Wenn da dann noch die gleichen Werte aus zwei verschiedenen Berechnungssystemen gepostet werden, wird es sicher bei einigen nur noch "TILT !" machen.
Trotzdem ein :Bier: :Winkhappy:
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon PonyGT » 12. Okt 2017, 18:20

Waldo,
die Dezimalangabe soll auch nur ergänzend sein; Du hast Recht, zu viele Daten erzeugen bei einigen nur Resignation wegen Verwirrung.

Wenn ich mir im Kopf allerdings zuvor erst einmal eine Vorstellung der Achsgeometrie machen möchte, habe ich unter einer Dezimalzahl eine wesentlich bessere Vorstellung als in Winkelminuten oder Winkelsekunden.

Die positive Erfahrung bei Dir mit der eher etwas negativen Vorspur kann für DEIN Auto und Deine Fahrgewohnheiten tatsächlich besser sein.
Da ist auch nicht Auto gleich Auto. Der Rat, dass eine positivere Vorspur eher selbststabilisierend wirkt, ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern hat, so denke ich, eher Allgemeingültigkeit.
Auch hier, wie immer, ist das Feintuning oftmals einfach auch ein Ausprobieren. Formel 1 Rennfahrer tun das auch immer wieder neu. Und die und ihr ihre Teams verstehen nun wirklich etwas von der Sache.

Wenn ich mir hier nun nochmal das eigentliche Topic vor Augen führe, zusammen mit dem Problem, das Kevin @K_ade67 erstmal hat, wäre das m. M. nach zumindest mal eine Versuch wert. Wenn das nicht hilft, würde auch ich die Spur mal negativ probieren.
Wie schon gesagt, bei diesen Versuchen immer die Ausgangsposition markieren, so dass man immer wieder auf original gehen kann, wenn nichts so wirklich hilft.
LG Peter
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Waldo Jeffers » 13. Okt 2017, 06:40

PonyGT hat geschrieben:Waldo, .....
Wenn ich mir im Kopf allerdings zuvor erst einmal eine Vorstellung der Achsgeometrie machen möchte, habe ich unter einer Dezimalzahl eine wesentlich bessere Vorstellung als in Winkelminuten oder Winkelsekunden.


Das geht mir ganz genauso. Aber ich beuge mich da der Mehrheit. Fast Alle die ich kenne und sich mit sowas beschäftigen, geben es in Grad und Winkelminuten an.

PonyGT hat geschrieben: ..... kann für DEIN Auto und Deine Fahrgewohnheiten tatsächlich besser sein.
Da ist auch nicht Auto gleich Auto.


Natürlich, andere Felgen und Reifendimensionen wirken sich immer aus. So überdeutlich, wie der Wagen reagiert hat, würde ich allerdings daran zweifeln, das sich das bei anderen Autos anders darstellt.

Meine Werte, die ich empfohlen habe, sind ja auch nicht auf meinem Mist gewachsen. :grins: ich hatte da einige persönliche Tipps aus USA und aus dem US Schwesterforum, die mir beide das Gleiche geraten hatten (Einzelspur vorn zwischen -0°6' und -0°12' war der Tipp, aktuell sind bei meinem -0°8' eingestellt). Und so gut wie das funktioniert hat, traue ich mir eben zu, den Tipp allgemein zu geben. Nachdem ich beim Herumprobieren zwischendrin eben auch ne positive Vorspur irgendwo bei +0°10' hatte und das wie gesagt gar nicht funktionierte - plötzlicher und viel zu früher Grip-Abriss in scharf gefahrenen Kurven und bis zum zu frühen Ende des Grips ein widerliches Untersteuern.

Ich war selber überrascht, denn ich hatte nicht erwartet, dass der Wagen zwischen -0°6' bzw. -0°8' einerseits und +0°10' andererseits so deutlich reagiert.

Ich denke, es wird nicht so viele Leute hier geben, die verschiedene Einstellungen (4 waren es in meinem Fall) so bewusst ausprobiert haben. Das Ergebmis war wie gesagt eindeutig. Sonst hätte ich meinen Tipp viel vorsichtiger mit einigen wenns und abers formuliert.

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Marty » 13. Okt 2017, 19:30

Hallo Kevin,

nun versuche ich mal neben den äußerst ausführlichen Beschreibungen der möglichen Problemursachen meiner Vorschreiber einen ganz pragmatischen Ansatz.
Ich kenne/kannte das Problem auch. Habe mir im Frühjahr Michelin Pilot Super Sport auf die Original GT Felgen ziehen lassen nachdem ich mit den Pirellis verunsichert war.
Das Einlenkverhalten der Michelin ist sehr ausgeprägt und ich habe mir zunächst in den "Hintern gebissen"... da das Pony jeder Ameise auf der Strecke hinterher lief. Das hatte sich jedoch nach einer Einfahrphase von ca. 1000km erfreulich gelegt.
Nach anfänglicher Ärgernis über die Michelins hat sich nun die wahre Freude eingestellt.

Sind Deine Reifen eventuell sehr neu?

Beste Grüße

Martin
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Bestätigt: 17.08.2015
Gebaut: 08.12.2015 lt. ETIS
Bremerhaven: 16.01.2016 lt. WWLogistics
gepl. Anlieferung: Nov.'15 abgesagt, 04.01.16 abgesagt, 16.01.16 abgesagt, KW05'16 abgesagt, beim Händler 15.02.16
Übergabe: 20.02.2016

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon TL_Alex » 13. Okt 2017, 21:19

Ich halte mich mal kurz
Die Serienreifen sind nu nicht so breit.

Ich fahre 1.5° Sturz vorne und etwa 2°hinten
Dazu 24mm Platten und da knickt nichts ein.
Nun könnte es daran liegen das im Norden nur 1A Strassen existieren oder einfach daran das das egal ist.(es darf gelacht werden)

Der ein oder andere Reifen begünstigt sowas. Aber ich glaub da ist noch was anderes.
Radlager lose. Radführung nicht i.O. muss man sich genau angucken. Richtig angucken

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Waldo Jeffers » 14. Okt 2017, 17:35

Marty hat geschrieben:Hallo Kevin,
Beste Grüße
Martin


Sehr guter Ansatz von Marty, denn die Michelins haben tatsächlich diese Eigenart auageprägter. (ich habe auch die Pilot Super Sport aufgezogen) Es ist auch nicht so, dass sie dies ablegen, ich würde eher sagen, das man sich als Fahrer daran gewöhnt und nach einiger Zeit nicht mehr so starkt wahr nimmt.
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon K_ade67 » 19. Okt 2017, 05:14

Hallo Zusammen,

erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Hier einmal die Auflistung der gewünschten Daten.

Bild

OZ Leggera 19 Zoll

keine Spurverbreitung/Distanzscheiben

Die Reifen sind jetzt die 2 Saison drauf, 1 Saison war mit Serienfahrwerk

Bereifung VA - 255/40- 19
Bereifung HA - 275/40 - 19

Pirelli P Zero


Schäden an sämtlichen Bauteilen Radlager, Radführung usw. kann ich ausschließen.
Dies wurde bereits von mehreren Werkstätten geprüft.


Ich habe mir jetzt ein Termin für eine Nachbesserung geben lassen.
Nehme eure Vorschläge gerne mit ins Gespräch und hoffe dann auf Besserung des Problems.

Vielen Dank an alle !

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Klammer » 19. Okt 2017, 06:35

Evtl. ist auch vorne die Druckstufe zu weich eingestellt und hinten die Zugstufe. Ist eine starke Keilform eingestellt? Auch unterschiedliche Höhe links und rechts könnte ursächlich sein.
Optimal wäre natürlich die justierung der Fahrzeughöhe über eine Radlastwaage. Können allerdings nur wenig Betriebe. Daher hilfsweise den Abstand Radlauf Kotflügel zu Radmitte recht und links messen und gleich einstellen. Auf starke Keilform verzichten, da hier die Lastverteilung auf die Vorderachse verschoben wird.
Dass Druck unf Zugstufe rechts und links gleich eingestellt werden soll versteht sich von selbst.

Was ich nicht weiss und was geklärt werden muss ist, welche Sollwerte eingestellt werden. Die Originalen von Ford passen ja nicht mehr 100%, da sich das Fahrzeugniveau geändert hat. Zusätzlich ist zu klären, ob die Originalwerte Zusatzgewichte im Fahrzeug bedingen (Bei manchen Fahrzeugen sind z.B. 50 oder 75 kg auf den Fahrersitz zu legen) Bei Mercedes bestimmt der Achswinkel die Einstellwerte.
Hier stellt sich dann auch die Frage, wie tief das Fahrzeug gekommen ist.

Ich würde jetzt wie folgt vorgehen:

1. Prüfen ob das Fahrwerk richtig eingebaut ist (vorne Vorspannfedern eingebaut oder vergessen, etc.)

2. Fahrzeugniveau vorne hinten und rechts und links sehr gleichmässig einstellen lassen (max. sehr leichte Keilform)

3. Zug und Druckstufe auf KW - Vorgabe einstellen (dabei + und - nicht verwechseln!)

4. Vorgaben des Fahrzeugniveaus von Ford klären und entsprechend berücksichtigen.

5. Vorne Vorspur etwas verringern, Sturz eher Richtung/unter 1°. Hinten die Vorspur deutlich verringern, Nachspur hinten stabilisiert den Geradeauslauf, ist aber nachteilig im Kurvenverhalten ... Die hohe Vprspur hinten sehe ich hier als grösstes Problem in der Einstellung. Macht das Heck relativ unruhig .
Zuletzt geändert von Klammer am 19. Okt 2017, 08:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon PonyGT » 19. Okt 2017, 07:26

Grundsätzlich ist es nun einmal so, dass, je breiter die Reifen, die Anfälligkeit für das Nachlaufen von Spurrillen steigt.
Das liegt nun mal in der Natur der Sache.
Ist die Fahrbahn stärker eingelaufen, z. B. rechte Autobahnspur durch schwere LKW, merk man das deutlich.
Ist eine Fahrbahn wenig sichtbar eingelaufen, dafür der Breitreifen aber schon zur Hälfte abgefahren, merkt man es auch deutlich, wie in meinem Fall.
Habe einen der ersten S550 (Juli 2015) und fahre immer noch mit den OEM Pirellis. Seit einiger Zeit fällt mir das Nachlaufen der Spurrillen auf.
Es ist aber noch nicht so sehr ausgeprägt, dass ich deswegen gleich bereit bin, mir vorzeitig neue Reifen zu kaufen.

Dass der Michelin von Hause aus für Spurrillen Nachlauf anfälliger ist, wußte ich noch nicht. Danke @Waldo Jeffers für den Hinweis.
Er sollte eigentlich die Wahl meines nächsten Satzes sein. Vielleicht nehme ich in der nächsten Saison dann doch besser den Conti der 6er Generation.

Zitat Klammer

........Auf starke Keilform verzichten, da hier die Lastverteilung auf die Vorderachse verschoben wird.


Dass sich durch eine Keilform die Lastverteilung nennenswert ändert, ist mir neu. Wie soll ich mir das denn vorstellen? Nur weil er vorne etwas tiefer liegt ist er dort auch schwerer?
Aber das ist wahrscheinlich genau dass, was eine Keilform suggerieren soll.

Zitat Klammer

Die hohe Vorspur hinten sehe ich hier als grösstes Problem in der Einstellung. Macht das Heck relativ unruhig und wird die Innenkannte der Reifen in Verbindung mit dem starken Sturz schnell wegradieren. Nachspur würde dem Sturz beim Reifenverschleiss entgegenwirken.


Sowohl negativer Sturz als auch negative Vorspur (Nachspur) begünstigen beide den vorzeitigen Verschleiß der Reifeninnenkanten.
Umgekehrt natürlich die Aussenkanten
LG Peter
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Ron » 19. Okt 2017, 08:08

Hallo

@PonyGT @Waldo Jeffers

Der neue Michelin 4 S hat keine Probleme mit dem Nachlaufen von Spurrillen zumindest nicht mehr
als der Pirelli soweit ich bis jetzt feststellen konnte .

Gruß Ron
:S550_RAC: . :mustang:

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Klammer » 19. Okt 2017, 08:50

PonyGT hat geschrieben:Grundsätzlich ist es nun einmal so, dass, je breiter die Reifen, die Anfälligkeit für das Nachlaufen von Spurrillen steigt.
Das liegt nun mal in der Natur der Sache.
Ist die Fahrbahn stärker eingelaufen, z. B. rechte Autobahnspur durch schwere LKW, merk man das deutlich.
Ist eine Fahrbahn wenig sichtbar eingelaufen, dafür der Breitreifen aber schon zur Hälfte abgefahren, merkt man es auch deutlich, wie in meinem Fall.
Habe einen der ersten S550 (Juli 2015) und fahre immer noch mit den OEM Pirellis. Seit einiger Zeit fällt mir das Nachlaufen der Spurrillen auf.
Es ist aber noch nicht so sehr ausgeprägt, dass ich deswegen gleich bereit bin, mir vorzeitig neue Reifen zu kaufen.

Dass der Michelin von Hause aus für Spurrillen Nachlauf anfälliger ist, wußte ich noch nicht. Danke @Waldo Jeffers für den Hinweis.
Er sollte eigentlich die Wahl meines nächsten Satzes sein. Vielleicht nehme ich in der nächsten Saison dann doch besser den Conti der 6er Generation.

Zitat Klammer

........Auf starke Keilform verzichten, da hier die Lastverteilung auf die Vorderachse verschoben wird.


Dass sich durch eine Keilform die Lastverteilung nennenswert ändert, ist mir neu. Wie soll ich mir das denn vorstellen? Nur weil er vorne etwas tiefer liegt ist er dort auch schwerer?
Aber das ist wahrscheinlich genau dass, was eine Keilform suggerieren soll.

Zitat Klammer

Die hohe Vorspur hinten sehe ich hier als grösstes Problem in der Einstellung. Macht das Heck relativ unruhig und wird die Innenkannte der Reifen in Verbindung mit dem starken Sturz schnell wegradieren. Nachspur würde dem Sturz beim Reifenverschleiss entgegenwirken.


Sowohl negativer Sturz als auch negative Vorspur (Nachspur) begünstigen beide den vorzeitigen Verschleiß der Reifeninnenkanten.
Umgekehrt natürlich die Aussenkanten


Stimmt, hatte ich einen Denkfehler ... habs gestrichen ... trotzdem bleibt, dass die Vorspur das Heck eher unruhig werden lässt.

Die Lastverteilung bei Keilform ergibt sich aus dem verschobenen Schwerpunkt des Fahrzeuges.

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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon PonyGT » 19. Okt 2017, 09:32

Klammer hat geschrieben:Optimal wäre natürlich die justierung der Fahrzeughöhe über eine Radlastwaage. Auf starke Keilform verzichten, da hier die Lastverteilung auf die Vorderachse verschoben wird.


.....Die Lastverteilung bei Keilform ergibt sich aus dem verschobenen Schwerpunkt des Fahrzeuges.


Von wieviel Last [kg] oder Gewichtskraft in [N] Unterschied reden wir denn ?
Ich meine, das ist doch eher nur theoretisch.

Wenn der Abstand VA <> HA ca. 3,5 Meter beträgt, die Hinterachse beispielsweise 20mm tiefergelegt wird und die VA 35mm, dann hat sich der Vorderwagen (um den Drehpunkt HA) um 15 mm relativ zur HA tiefer gelegt.
(Ist ein rechtwinkliges Dreieck, Ankathete 3500mm, Gegenkathete 15 mm, die Hypotenuse die Keilformlinie)
Soll sich dadurch der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach vorne verändert haben, also vorne schwerer und hinten leichter geworden?
Ich bin sicher, eine Radlastwaage würde da keinen nennenswerten Unterschied zeigen.

Jedenfalls nicht, dass es für Kevin's einknickendes Lenkrad eine Bedeutung haben könnte.
Zuletzt geändert von PonyGT am 19. Okt 2017, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
LG Peter
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Re: Lenkrad knickt ein, Mustang versetzt leicht nach links

Beitragvon Oberberger » 19. Okt 2017, 10:28

PonyGT hat geschrieben:Jedenfalls nicht, dass es für Kai's einknickendes Lenkrad eine Bedeutung haben könnte.


Moin Peter, ich glaube der Kai heißt "Kevin".

Gruß Kai
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