Seltsame Ausstattungsvarianten

PonyWhisperer
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Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon PonyWhisperer » 17. Sep 2017, 12:36

Habe gestern in Breitscheid bei einem Gebrauchtwagenhändler (mit angeschlossenem Restaurierungsbetrieb "Unfallschäden bei Oldtimern") komische Mustang Ausstattungsvarianten gesehen:

Alle mit amerikanischen Motorhauben mit Einlässen, rote Rücklichter oder weiße Rücklichter, fehlende 5.0 Embleme (bei V8 Kühlergrill), Alcantara Sitzbahnen, stark verrostete aber nagelneue Bremsscheiben (keine Brembos), etc.

Autos stehen zur Besichtigung an der Strassenseite des Grundstücks. Keine Preisauszeichnungen!

Sind das die berühmt berüchtigten importierten USA - Unfallautos ? Ich dachte, die werden im Ausland wieder aufgebaut und von dort angeboten?

Gruesse

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EasyDriver
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon EasyDriver » 17. Sep 2017, 22:42

Ich war auch bei einem Händler, der US-Unfallautos importiert und repariert und anschließend optisch tunt und dann verkauft. Macht der seit 10 Jahren sehr erfolgreich, hier mal ein kleines Schmankerl :supergrins:

3.JPG
3.JPG (50.98 KiB) 1391 mal betrachtet


Der bietet auch Mustangs mit Sidepipes an...durfte einen anmachen und hab ihn wieder ausgemacht, da ich nicht mehr verstanden habe was er sagt...er stand direkt neben mir :grins:

Ich persönlich halte aber wenig von reparierten Unfallautos um ehlich zu sein :atom:
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon JN75 » 18. Sep 2017, 07:24

Und das alles ohne TÜV....
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon 66to16 » 18. Sep 2017, 07:31

Weshalb ohne TÜV? Die werden doch alle über eine Einzelabna hme geführt, also im legalen Bereich, oder halt dann nur als Spassmobil nicht öffentlich.

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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon Ace » 18. Sep 2017, 07:38

Die Wagen sind zu 99% die berüchtigten Unfallwagen aus Litauen und Co. Natürlich stehen die auch hier zum Verkauf, da die ja auch deutsche Papiere haben. Da es US Importe sind, wären so Tuningmaßnahmen zwar an sich nicht legal, aber meist ist aus den Zulassungspapieren nicht klar ersichtlich welche Tuningparts bei Einzelabnahme schon verbaut waren, weshalb sich niemand was daraus macht.

Trotzdem gelten die Hinweise aus unserem US Car Kauf Guide, bloß die Finger von solchen lebensgefährlichen Bastelbuden lassen
Auf Grund des Banns aus dem Forum bin ich nicht mehr auf mustang6.de vertreten. Ich bedanke mich für viele schöne Jahre in der Community - Man sieht sich vielleicht in anderen Muscle Car Foren :Winkhappy:

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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon wdakar » 18. Sep 2017, 10:36

Ace hat geschrieben:Die Wagen sind zu 99% die berüchtigten Unfallwagen aus Litauen und Co. Natürlich stehen die auch hier zum Verkauf, da die ja auch deutsche Papiere haben. Da es US Importe sind, wären so Tuningmaßnahmen zwar an sich nicht legal, aber meist ist aus den Zulassungspapieren nicht klar ersichtlich welche Tuningparts bei Einzelabnahme schon verbaut waren, weshalb sich niemand was daraus macht.

Trotzdem gelten die Hinweise aus unserem US Car Kauf Guide, bloß die Finger von solchen lebensgefährlichen Bastelbuden lassen


Grds. richtig Steve, besonder bei der Litauischen Mafia. Aber es gibt auch seriöse Betriebe, die Unfallfahrzeuge erwerben und sie fachgerecht und sehr solide wieder zusammenbauen. Habe selbst einen Bericht gesehen, wo ein deutscher seriöser Händler die Autos hat in Liteuen reparieren lassen, danach wurden die beim TÜV und einem Sachverständigen begutachtet und dann erst in den Verkauf gegeben.

Nach einem Blindkauf wurde so ein Fahrzeug unabhängig getestet und alles war OK. Das Prüfinstitut bescheinigte eine professionelle und gute Reparatur. Fazit war, der ist genauso gut wie ein Neuer....

Nur leider ist es für den Kunden kaum ersichtlich, ob er ein solches gut repariertes Auto erwirbt oder eben ein gefährliches Bastelobjekt der Mafia....
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon Ace » 18. Sep 2017, 10:54

wdakar hat geschrieben:Grds. richtig Steve, besonder bei der Litauischen Mafia. Aber es gibt auch seriöse Betriebe, die Unfallfahrzeuge erwerben und sie fachgerecht und sehr solide wieder zusammenbauen. Habe selbst einen Bericht gesehen, wo ein deutscher seriöser Händler die Autos hat in Liteuen reparieren lassen, danach wurden die beim TÜV und einem Sachverständigen begutachtet und dann erst in den Verkauf gegeben.

Nach einem Blindkauf wurde so ein Fahrzeug unabhängig getestet und alles war OK. Das Prüfinstitut bescheinigte eine professionelle und gute Reparatur. Fazit war, der ist genauso gut wie ein Neuer....

Nur leider ist es für den Kunden kaum ersichtlich, ob er ein solches gut repariertes Auto erwirbt oder eben ein gefährliches Bastelobjekt der Mafia....

Völlig richtig, aber meine Erwartungshaltung bei fachgerechter Reparatur wäre dann auch dass man den Wagen auf Werksoptik repariert. Also nicht Unmengen Tuning Teile dranklebt, EB und GT Teile vermischt oder EU Rückleuchten an den US baut :Winkhappy:
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon Giallo Fly » 18. Sep 2017, 11:45

Das habe ich eh nie verstanden, das mit den drangehudelten Tuningteilen im 80s Style, Hutzen, Schweller etc.

So geben die Bastler direkt und auffällig einen Hinweis auf ihr Gepfusche.

Als ob eine falsche Hutze ein schiefes Auto kaschieren würde... seltsam.

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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon MacCloud » 18. Sep 2017, 13:10

Bei den US-Wagen gab es ab Werk weitaus mehr Variationsmöglichkeiten als bei unseren EU-Modellen. Es gab die drei Motorvarianten, zwei Grundausstattungen (standard/premium) und die zusätzlichen Packages und Einzeloptionen. Das könnte auch schon erklären, woher die vielen unterschiedlichen Versionen kommen. Wir konnten hier ja nur EB oder GT bestellen und dann noch zwischen der Grundausstattung, Premium Paket 1 oder 2 entscheiden, das war's. Drüben konnte man sehr viel optional einzeln dazu kaufen. Dazu kommen dann noch die generellen Unterschiede zwischen US- und EU-Ausführung des gleichen Modells.

Beispiel Kühlergrill: Der bei uns als "US-GT-Grill" begehrte untere Kühlergrill war die GT Standardvariante. Hat sich der Käufer jedoch für die "Fast Track" Option entschieden, so hat er auch den bei uns bekannten "Briefkastenschlitz" bekommen. Beispiel Bremsanlage: Der US GT hatte serienmäßig keine Brembo-6-Kolben-Bremsanlage, die gab es nur optional bzw. im Performance Package. Dagegen hat der US-GT standardmäßig die Entlüftungsöffnungen in der Motorhaube, die beim EU-GT fehlen, usw., usw.

Der sicherste Weg, um herauszufinden was nachträglich dazu gebastelt wurde, ist die Ausstattungsliste ab Werk über die VIN zu bekommen. Vielleicht hat das noch etwas Licht ins Dunkel gebracht...

Gruß
Mac
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon MOTUS » 18. Sep 2017, 14:33

wdakar hat geschrieben:
Ace hat geschrieben:Die Wagen sind zu 99% die berüchtigten Unfallwagen aus Litauen und Co. Natürlich stehen die auch hier zum Verkauf, da die ja auch deutsche Papiere haben. Da es US Importe sind, wären so Tuningmaßnahmen zwar an sich nicht legal, aber meist ist aus den Zulassungspapieren nicht klar ersichtlich welche Tuningparts bei Einzelabnahme schon verbaut waren, weshalb sich niemand was daraus macht.

Trotzdem gelten die Hinweise aus unserem US Car Kauf Guide, bloß die Finger von solchen lebensgefährlichen Bastelbuden lassen


Grds. richtig Steve, besonder bei der Litauischen Mafia. Aber es gibt auch seriöse Betriebe, die Unfallfahrzeuge erwerben und sie fachgerecht und sehr solide wieder zusammenbauen...

...Nur leider ist es für den Kunden kaum ersichtlich, ob er ein solches gut repariertes Auto erwirbt oder eben ein gefährliches Bastelobjekt der Mafia....



Genau: Man kann sich da leider höchtens auf Empfehlungen verlassen, wenn man nicht gerade selber KFZ-Sachverständiger ist.
Ich kannte mal eine solche durch und durch seriöse Werkstatt, Karrosseriebau Tibudd in Oberhausen-Holten.
Habe beim Heinz schon Autos blind am Telefon gekauft, nur weil er sagte: Mit dem ist alles in Ordnung-und es war alles in Ordnung. Leider ist er vor einigen Jahren nach Schlaganfall verstorben... :-(
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Re: Seltsame Ausstattungsvarianten

Beitragvon Ace » 18. Sep 2017, 14:42

MacCloud hat geschrieben:Bei den US-Wagen gab es ab Werk weitaus mehr Variationsmöglichkeiten als bei unseren EU-Modellen. Es gab die drei Motorvarianten, zwei Grundausstattungen (standard/premium) und die zusätzlichen Packages und Einzeloptionen. Das könnte auch schon erklären, woher die vielen unterschiedlichen Versionen kommen. Wir konnten hier ja nur EB oder GT bestellen und dann noch zwischen der Grundausstattung, Premium Paket 1 oder 2 entscheiden, das war's. Drüben konnte man sehr viel optional einzeln dazu kaufen. Dazu kommen dann noch die generellen Unterschiede zwischen US- und EU-Ausführung des gleichen Modells.

Beispiel Kühlergrill: Der bei uns als "US-GT-Grill" begehrte untere Kühlergrill war die GT Standardvariante. Hat sich der Käufer jedoch für die "Fast Track" Option entschieden, so hat er auch den bei uns bekannten "Briefkastenschlitz" bekommen. Beispiel Bremsanlage: Der US GT hatte serienmäßig keine Brembo-6-Kolben-Bremsanlage, die gab es nur optional bzw. im Performance Package. Dagegen hat der US-GT standardmäßig die Entlüftungsöffnungen in der Motorhaube, die beim EU-GT fehlen, usw., usw.

Der sicherste Weg, um herauszufinden was nachträglich dazu gebastelt wurde, ist die Ausstattungsliste ab Werk über die VIN zu bekommen. Vielleicht hat das noch etwas Licht ins Dunkel gebracht...

Richtig, deswegen rate ich jedem der ein US Modell sich kaufen möchte entweder zum seriösen und ggf. auch teureren Importeur zu greifen, wenn er sich nicht gut mit der Materie auskennt. Oft haben nämlich die berüchtigten Unfaller unlogische Ausstattungsmerkmale, wie ein Ecoboost Grill am GT oder es soll ein Premium Modell sein hat aber den lackierten Diffusor oder aber hat einen Heckspoiler drauf obwohl es ein Performance Package sein soll :Winkhappy:
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