Ölverbrauch Einfahrphase

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Waldo Jeffers
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Waldo Jeffers » 19. Jul 2017, 09:09

Oberberger hat geschrieben:@Waldo Jeffers @PonyGT
:geek: Ihr kippt also 5-W30 anstatt 5-W20 in Eure GTs. Kann man machen, aber mit einer Empfehlung würde ich mich zurückhalten!


Ich schreibe nur darüber, wie ich es gemacht habe und das ich davon überzeugt bin, das es das Beste ist. Ich muss dazu kein einziges zusätzliches Wort schreiben, denn wer wissen will warum ich dieser Meinung bin, kann dies im Ölfred bis zum Erbrechen genau erklärt nachlesen.

Ich glaube, man muss diese Dinge nicht alle paar Monate wiederholen, nur weil es in der heutigen Zeit so unbeliebt ist, sich mal die Zeit und die Ruhe zu nehmen, hier im Forum Dinge nachzulesen, die schon längst geschrieben stehen.

Ich mache jedenfalls mit meinem Auto das, was ich für das Beste halte und das ist nun einmal, bei der früheren Ford-Vorschrift WSS-M2C-913D zu bleiben. :Winkhappy:
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Waldo Jeffers » 19. Jul 2017, 09:17

jw61 hat geschrieben:Ich will dir weder dein Öl noch deinen Motor schlecht reden, aber für sauberes Öl nach 10.000km gibt es auch andere Fachmeinungen, die besagen, dass das Öl dann nicht gut genug gereinigt hat.


...............oder eben, das es nicht mehr zu reinigen gab. Was wohl in Anbetracht der sonstigen Voraussetzungen viel eher der Fall ist.

Ich bin, nachdem ich den Abscheider-Sammelbehälter nach 10.000km Strecke mit ca. 0,15 ltr. voll kondensiertem Altöl (das sonst als Ölnebel wieder in den Ansaugtrakt zurück geführt und vom Motor angesaugt worden wäre) ausgeleert habe, restlos überzeugt davon, dass die oil catch can auf der Beifahrerseite beim GT einen beträchtlichen Anteil an der Motorsauberkeit hat. Deswegen auch meine Entscheidung, so ein Teil bald auch auf der Fahrerseite zu montieren (auch wenn dort erfahrungsgemäß sehr viel weniger Ölnebel anfällt).

Im Übrigen hat @martins42 den im Einzelnen komplizierten Bereich "Ölsauberkeit" in seinem Beitrag auf der Vorseite sehr gut und verständlich angerissen. :clap:
Zuletzt geändert von Waldo Jeffers am 19. Jul 2017, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon PonyGT » 19. Jul 2017, 09:31

martins42 hat geschrieben:
PonyGT hat geschrieben:[...]Aber, interessehalber,
gehört habe ich das auch schon mal, dass es ein Beweis sein solle, dass das Öl, auch das eines Benzinmotors, alsbald dunkel werden sollte, wenn es richtig arbeitet funktioniert............?!

Ein Öl was nach langer Laufleistung noch klar/farblos ist trägt definitiv keinen Schmutz. (Aber Achtung: Schichtdicke! Der dünne Film am Peilstab sieht lange klar aus, da braucht es zur Bewertung etwas Öl in einem Glas o.ä.)
Das kann bedeuten, dass der Motor extrem sauber ist, kein Blow-By, kein Russ. Oder dass die Waschwirkung des Öls schlecht ist. Ist ohne weitere Informationen Kaffeesatzleserei.
Andererseits muss eine starke Dunkelfärbung/Trübung des Öls nicht zwingend heissen, dass es den Dreck ganz toll transportiert, sondnern kann auch darauf hindeuten, dass das Öl sich (zu) schnell chemisch/thermisch zersetzt. Zumindest letzteres ist beim Mustang nicht der Fall. ;-)

PonyGT hat geschrieben:Beim Diesel ist es schon 100km nach dem Einfüllen schwarz, das heißt dort aber nicht, dass es dann die nächsten 19900km nicht richtig arbeitet.
Das entkräftet wiederum die These von der Färbung des Öl auf dessen Wirkungsweise schließen zu können.
Ich weiß es nicht besser :rolleyes:

Beim Diesel sieht man da gar nichts, das Öl wird ganz schnell vom Russ schwarz. Macht aber nichts, der Russ hat sogar etwas Schmierwirkung.

Grüße
Martin


Guter Beitrag, Martin, danke!

Aber bitte Vorsicht bei (positiver) Schmierwirkung von Ruß!
Bei Steuerketten und verstellbaren Flügelzellen-Ölpumpen bedeutet zu viel davon den vorzeitigen Tod.
Der Ruß reibt die sich bewegenden Glieder gnadenlos kaputt.
Ich glaube, im Besonderen kann VW ein Lied davon singen bei seinen TDI Motoren....
LG Peter
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon martins42 » 19. Jul 2017, 11:01

PonyGT hat geschrieben:[...]
Aber bitte Vorsicht bei (positiver) Schmierwirkung von Ruß!
Bei Steuerketten und verstellbaren Flügelzellen-Ölpumpen bedeutet zu viel davon den vorzeitigen Tod.
Der Ruß reibt die sich bewegenden Glieder gnadenlos kaputt.
Ich glaube, im Besonderen kann VW ein Lied davon singen bei seinen TDI Motoren....


Danke für den Hinweis. Bin da bei den VAG-Wehwechen nicht so recht im Thema. Das wurde mir da irgendwann schlicht zu unübersichtlich, da wurde ja jahrelang eine Problem-Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt.
Aber ist das tatsächlich der Russ der da den Schaden verursacht, oder nicht irgendein anderer Bestandteil des Dreck-Konglumerat, was metallisch/mineralisches?
Der Russ ist ja letztlich nur eine der amorphen Modifikationen des Kohlenstoff. Je nachdem wie der konkret konfiguriert ist, kann der ähnlich Graphit ein wenig Schmierwirkung haben oder oben auch schmiertechnisch wirkungslos sein. Kann mir aber nicht vorstellen, dass da was schaden kann, dafür ist das einfach zu weich.
Siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoff#Ru.C3.9F

Grüße
Martin

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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon TL_Alex » 19. Jul 2017, 11:25

Unser eco hat nun 5000km runter und der Ölstand ist immer noch genauso wie zur Auslieferung
Die Catch Can auf der Fahrerseite hat 2Löffel Öl gesammelt die andere praktisch nix.

Zum Fahrprofil, alles bei, Kurzstrecke, Stadt, Überlandtouren aber auch V max auf der Bahn.

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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon jw61 » 19. Jul 2017, 12:14

Waldo Jeffers hat geschrieben:
jw61 hat geschrieben:Ich will dir weder dein Öl noch deinen Motor schlecht reden, aber für sauberes Öl nach 10.000km gibt es auch andere Fachmeinungen, die besagen, dass das Öl dann nicht gut genug gereinigt hat.


...............oder eben, das es nicht mehr zu reinigen gab. Was wohl in Anbetracht der sonstigen Voraussetzungen viel eher der Fall ist.

...



Es würde mich wie gesagt freuen, wenn deine Theorie zutrifft.

Ich habe nur auf andere gegensätzliche Theorien hinweisen wollen.

Vielleicht melden sich hier noch einige V8 Fahrer und teilen ihren Befund (Farbe und ob ev. frisches Öl nachgefüllt wurde) nach 10.-15.000km als Vergleichsmöglichkeit mit, was dann ja zumindestens Tendenzen erkennen liesse.
Beste Grüße

Jürgen

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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon PonyGT » 19. Jul 2017, 13:10

martins42 hat geschrieben:
Danke für den Hinweis. Bin da bei den VAG-Wehwechen nicht so recht im Thema. Das wurde mir da irgendwann schlicht zu unübersichtlich, da wurde ja jahrelang eine Problem-Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt.
Aber ist das tatsächlich der Russ der da den Schaden verursacht, oder nicht irgendein anderer Bestandteil des Dreck-Konglumerat, was metallisch/mineralisches?
Der Russ ist ja letztlich nur eine der amorphen Modifikationen des Kohlenstoff. Je nachdem wie der konkret konfiguriert ist, kann der ähnlich Graphit ein wenig Schmierwirkung haben oder oben auch schmiertechnisch wirkungslos sein. Kann mir aber nicht vorstellen, dass da was schaden kann, dafür ist das einfach zu weich.
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Grüße
Martin


Hallo Martin @martins42 ,
Ruß ist überhaupt nicht gleich Ruß. Selbst ein Diamant besteht aus Kohlenstoff und hätte sicherlich mal krass verglichen als solcher keinerlei Schmiereigenschaften.
Und der Ruß, den wir im Motoröl eines Dieselmotors wiederfinden, hat keine Reinheit, dass sein Grafit Anteil helfen könnte.
So steht's ja auch ganz richtig in Deiner verlinkten Wikipedia Seite,
Lampen- oder Kerzenruß ist stark mit organischen Verbindungen verunreinigt, die die Bildung größerer Graphit-Verbände verhindern

So lässt sich auch zum Beispiel ein altes Motoröl nicht dadurch wieder verjüngen, indem man Verschleißverhinderer wie Phosphor oder Zink nachträglich hinzufügt. Sie blieben zwar im Öl enthalten, genau wie das Grafit, könnten aber nicht wirken.
Ein weiterer, noch viel entscheidenderer Punkt, so einen Schei... nicht zu machen, ist der, dass viele unerwünschte Bestandteile im Öl zu fein sind, als dass sie das doch relativ grobmaschige Ölfilter rausfiltern kann.

Daher eine Faustformel, im Zweifelsfall lieber billigeres Öl kaufen, das aber häufiger wechseln, denn damit hat man den Schmutz gänzlich raus.
Und gute Additive sind auch in billigem Öl enthalten, nur eben nicht in einer so edlen Rezeptur wie bei einem guten Markenöl.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Waldo Jeffers » 19. Jul 2017, 14:38

..... und dazu sollte man ergänzen, dass der Mustang nach heutigen Maßstäben mit 15.000 bzw. richtig 16.093,4km (10,000mls) einen gerade in Anbetracht der insgesamten, doch recht hohen Ölmenge vergleichsweise kurzen Wechselintervall hat.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon PonyGT » 20. Jul 2017, 07:07

In der Tat, Wechselintervall von 15000km gilt in der heutigen Zeit schon als kurz.
Ist für meine Begriffe aber dafür realistisch.
Wechselintervalle von alle 20000 km und mehr sind insbesondere beim Diesel ein Opfer des Wettrüstens resp. Wettbewerbs der Hersteller.
Wer als Hersteller noch längere Wechselintervalle vorgibt, spart dem Kunden Kosten und ein bis zwei Inspektionen im gesamten Fahrzeugleben. Ist ein Verkaufsargument, welches der Kunde gerne hört und annimmt.
Macht das dem Motor nun etwas?? Vermutlich nicht.
Denn an den Folgen stirbt heute kaum noch ein Motor.
Heute werden intakte Motoren, ach, was sag ich, gut funktionierende ganze Autos vorzeitig aus dem Verkehr gezogen, weil sie abgastechnisch schnell als veraltet gelten (Abwrackprämie).

Wichtiger also als pauschal zu sagen, dieses oder jenes Wechselintervall sei zu kurz oder lang, ist eher die Abhängigkeit von der Einsatzbedingung des Fahrzeugs. Jeder Diesel z. B. hat heute einen Rechenalgorithmus, der genau die Einsatzbedingungen aufaddiert und daraus gegebenenfalls den Fahrer zu einen vorzeitigen Ölwechsel auffordert.
Typischer Fall, Diesel, im Winter, vermehrt kurze Strecken, DPF kann nicht warm genug werden um sich frei zu brennen, selbst nicht bei aktiver Regeneration. Da wir schon mal nach 5000km ein Wechsel fällig. Und das ist dann wirklich nötig, weil zu viel Kraftstoff ins Motoröl gelangt ist.

Und damit zurück zum Topic;
der Ölverbrauch in der Einfahrphase sollte also auch immer unter den "normalen" Betriebsbedingungen beziffert werden. Häufige Kurzstrecken in der Einfahrphase würden zu der vermeintlichen "wunderbaren Ölvermehrung" führen, welche den tatsächliche Ölverbrauch in dieser Phase wieder mehr oder weniger ausgleicht.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon martins42 » 20. Jul 2017, 12:04

PonyGT hat geschrieben:
martins42 hat geschrieben:
Danke für den Hinweis. Bin da bei den VAG-Wehwechen nicht so recht im Thema. Das wurde mir da irgendwann schlicht zu unübersichtlich, da wurde ja jahrelang eine Problem-Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt.
Aber ist das tatsächlich der Russ der da den Schaden verursacht, oder nicht irgendein anderer Bestandteil des Dreck-Konglumerat, was metallisch/mineralisches?
Der Russ ist ja letztlich nur eine der amorphen Modifikationen des Kohlenstoff. Je nachdem wie der konkret konfiguriert ist, kann der ähnlich Graphit ein wenig Schmierwirkung haben oder oben auch schmiertechnisch wirkungslos sein. Kann mir aber nicht vorstellen, dass da was schaden kann, dafür ist das einfach zu weich.
Siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoff#Ru.C3.9F

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Und der Ruß, den wir im Motoröl eines Dieselmotors wiederfinden, hat keine Reinheit, dass sein Grafit Anteil helfen könnte.
So steht's ja auch ganz richtig in Deiner verlinkten Wikipedia Seite,
Lampen- oder Kerzenruß ist stark mit organischen Verbindungen verunreinigt, die die Bildung größerer Graphit-Verbände verhindern
[...]

Aber eben genau das, organische Verbindungen. Da ist nichts hartes. Diamant ist eine völlig andere Struktur des Kohlenstoff, der bekannterweise nur bei extremsten (!) Drücken und Temperaturen entsteht.
Ich sehe da nichts, was bei den gegebenen Anteilen im Öl die Schmierwirkung nenneswert reduzieren könnte. Schlimmstenfalls eben nur nichts tut, bestenfalls eben aufgrund grafitischer Anteile etwas mitschmiert.
Wenn da was in dem VAG-Motoren die Steuerketten zerstört hat, können das m.E. kaum organische Verbrennungsrückstände auf mechanischer/tribologischer Basis gewesen sein.

Grüße
Martin

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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon PonyGT » 20. Jul 2017, 13:08

UNTERSUCHUNGEN ZUM EINFLUSS VON RUß AUS OTTOMOTORISCHER VERBRENNUNG IN GEBRAUCHTÖLEN AUF DAS
TRIBOLOGISCHE VERHALTEN VON MOTORKOMPONENTEN
AM BEISPIEL DER STEUERKETTE


Hinweise deuten darauf hin, dass
es sich um eine grundlegende Ursache handeln muss. Untersuchungen zeigen, dass die hohen
Verschleißraten durch den Austausch des Öls durch Frisch-Öl vorübergehend reduziert werden
können. Die Ursache für die hohen Verschleißraten wird daher im Bereich einer wie auch immer
gearteten Ölalterung sowie des Vorhandenseins von Ruß vermutet. Gestützt wird die Vermutung
durch Beobachtungen bei Dieselmotoren. Dort ist der Einfluss von Ruß im Öl auf das
tribologische Verhalten bereits nachgewiesen.

Quelle:
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:znu4kagv-14J:www.dgmk.de/downstream/aktivitaeten/739.pdf+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de



Doch nicht nur Diesel- auch Ottomotorenöle können sich durch Ruß dunkel verfärben. Bei der Benzindirekteinspritzung ist das verwendete Verfahrenskonzept (luft-, strahl- oder wandgeführt) für eine verstärkte Rußproblematik verantwortlich – wenn auch auf einem geringerem Niveau als bei der dieselmotorischen Verbrennung. Betroffen sind häufig moderne Motoren, bei denen Ruß mit viel feineren Partikelgrößen wie im Dieselmotor entsteht. Wenn dann noch Probleme mit der Motorsteuerung auftreten, erhöht sich die Belastung des Motorenöles mit schwarzen Oxidationsprodukten, abgebauten Verschleißschutzadditiven oder mit Ruß aus einer unvollkommenen Verbrennung so, dass dies z.B. zum Verschleiß der Steuerketten führt.

Quelle:
https://www.oelcheck.de/wissen-von-a-z/nachgefragt-faqs/warum-wird-bei-laborberichten-von-ottomotoren-der-russindex-aufgefuehrt-oelchecker-winter-2013.html
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Waldo Jeffers » 20. Jul 2017, 15:22

Danke Peter. Immer wieder erstaunlich, was man hier im Forum alles lesen oder wovon man alles lernen kann.

Diese Rußproblematik war übrigens (das gab es vor längerer Zeit mal auf der Webseite "360°ford"aus USA in einem langen Artikel über den Coyote Motor nachzulesen) einer der Gründe, warum Ford schon 2011 (!!!) in den Gußformen für die Coyote Zylinderköpfe die Möglichkeit vorsah, später eine Direkteinspritzung zu montieren, die man dann aber erst jetzt nach 7 Jahren im 2018er Mustang realisiert.

Natürlich mögen auch Gründe wie die Kosten oder das Argument "brauchen wir bei den momentanen Rahmenbedingungen noch nicht" eine Rolle gespielt haben, aber eine Direkteinspritzung hat eben nicht nur technische Vorteile, sondern sie bringt auch Kompliktionen mit sich.

"Rußpartikel" ist dabei ein Stichpunkt, die schwierigere Klopfregelung und die damit eng zusammen hängende Problematik von Klopf- und Hitzenestern im Brennraum sind weitere Problem-Stichpunkte.

Also handelt es sich bei der jetzt erst im 2018er Mustang realisierten Doppeleinspritzung letztlich um eine Änderung, die insgesamt eine "kniffligere" Motorsteuerung erfordert, eine mit viel mehr benötigter Rechnergeschwindigkeit und viel mehr Rechenleistung.

Vor 7 Jahren waren die Zünd/Einspritzcomputer noch nicht so günstig und auch nicht so leistungsfähig wie heute. Das mag neben den schon erwähnten Argumenten "zu teuer" und "brauchen wir noch nicht zwingend" eben auch schon 2011 eine Rolle gespielt haben, warum damals die Direkteinspritzung GAR NICHT kam und warum es selbst heute nicht ausschließlich eine Direkteinspritzung wird, sondern eben eine kombinierte Einspritzung ins Saugrohr und (nur) zusätzlich direkt in den Brennraum.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon PonyGT » 20. Jul 2017, 16:15

Hallo Waldo,
Deine Beiträge stillen aber auch immer meinen Wissensdurst in der jeweiligen Thematik.
An dieser Stelle auch ein Danke an Dich dafür!

Waldo Jeffers hat geschrieben:....einer der Gründe, warum Ford schon 2011 (!!!) in den Gußformen für die Coyote Zylinderköpfe die Möglichkeit vorsah, später eine Direkteinspritzung zu montieren, die man dann aber erst jetzt nach 7 Jahren im 2018er Mustang realisiert.


Interessant, das wusste ich auch noch nicht!
Ich wusste, dass es ein Problem bei Benzin-Direkteinspritzern vor ca. 10 Jahren war, dass die Brennräume hauptsächlich im Teillastbetrieb zu-rußten, weshalb die Benzin-Direkteinspritzung auch nur zögerlich Einzug bei den Ottomotoren hielt. Damals waren aber auch die Emissionsvorschriften noch nicht so streng, sodass zuerst nur "Pioniere" diese Technik in Serie anboten.
Dem Kunden wurde es mit minimal besserem Kraftstoffverbrauch angeboten.

Heute, wo Ruß nicht nur dem Motor selbst nicht gut tut, sondern auch der Stellenwert von "Emissions" höher denn je ist, darf auch möglichst kein Ruß mehr aus den (vier) Auspuffendrohren rauskommen. Das gilt also genauso für einen Benziner, wenngleich der im "Feedgas" von vorne herein bei weitem nicht so viel Ruß erzeugt wie ein Diesel. (Daher brauch ein jeder heutiger Diesel so ein "Abgasnachbehandlung (Exhaust Aftertreatment)).

Und unser Coyote, - er ist und wird es auch weiterhin bleiben, ein top moderner Sauger.......... :bussi:
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon ex_dreizack » 14. Aug 2017, 17:33

Servus,
Muesst Ihr eigentlich zwischen den Oelwechselintervallen Öl nachfüllen
Und wenn ja, wieviel auf ca. 5000 km.

Gruss Hans
:headbang:
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Diego » 14. Aug 2017, 18:25

Ich habe bei 2.500 km einen Ölwechsel machen lassen.
Dann nach einem Jahr bei 13.500 km den nächsten Ölwechsel.
Dazwischen also 11.000 km musste ich kein Öl nachfüllen.
Simply the best :S550_DIB_C: Grüße Diego

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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon listener » 24. Nov 2017, 13:34

Jetzt hat's mich auch erwischt, bei ca. 7.800 km war bei der Kontrolle der Stand laut Stab knapp über Minimum. Da ich, wegen anderer Sachen, eh einen Händlertermin hatte, hab ich das bei 8200 km mit in Auftrag gegeben. Lt. Rechnung wurde ein Liter aufgefüllt. War noch die Erstbefüllung, einen extra Einfahrölwechsel habe ich nicht gemacht. Von daher kann ich nicht genau sagen von wann der Schwund stammt, habe etwas geschludert und wohl bei 1000 -1500 km das (vor-)letzte Mal nachgesehen, da war alles ok. Werde aber in Zukunft öfter mal den Stab ziehen um die Angelegenheit zu kontrollieren.
Grüße
Mike


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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Bikomi » 27. Nov 2017, 12:13

Hatte jetzt von 13000 bis 22000 km ca. 0,7 L Verlust. Direkt selbst nachgefüllt.
Habe aber leider nicht direkt nach der 13000er Inspektion gemessen. Vllt haben die ja auch knapp eingefüllt.

Laut BA kann man das bei kaltem Motor messen, bei anderen Herstellern wird immer von warm fahren und zehn Minuten stehen lassen gesprochen. Keine Ahnung wie genau dann die Messung gemäß Ford-BA ist.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Oberberger » 5. Dez 2017, 20:35

:geek: ... Heute, nach 19.930 Kilometern, einen halben Liter kaltgepresstes Olivenöl (extra virgin) nachgekippt. Letzter Ölwechsel war bei 15.020 Kilometern.
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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Giallo Fly » 9. Dez 2017, 23:21

Beim Nachschauen bei ca 8500 km hat der FFH einen halben Liter nachgekippt, ging auf's Haus.
Mal sehen, wie sich das entwickelt.

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Re: Ölverbrauch Einfahrphase

Beitragvon Chip » 10. Dez 2017, 07:58

10 000 km nach dem Ölwechsel musste ich 0,8 Liter nachfüllen.
Für mich ist das völlig in Ordnung.
Ich checke Öl und andere Flüssigkeiten alle 14 Tage bei der "großen Wäsche", ist noch von der Bundeswehr bei mir hängengeblieben ;)


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