Garantieleistungen von Ford

Hermi50
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Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Hermi50 » 13. Nov 2017, 21:17

Hallo, folgendes ist passiert. An meinem 1016er GT wurden aufgrund der eingebauten Eibachfedern die Stoßdämpfer gewechselt. Eingebaut wurden Koni STR T. Beim Einbau wurde festgestellt, dass am rechten vorderen Querlenker das Kugelgelenk ausgeschlagen war (km-Stand 54000). Es wurde sofort ein Termin mit meinem Ford- Händler vereinbart, die Reparatur wurde zuerst auf Garantie ausgeführt. Ca. zwei Wochen später hat Ford die Garantiezusage widerrufen . Kontaktaufnahme per Email und im Ford Chat führten zur Begründung der Ablehnung, die ihr nachfolgend lesen könnt. Auf meine Frage, zu einem möglichen Motorschaden in Zusammenhang mit meiner Fox-Auspuffanlage erhielt ich die Info, dass auch hier die Garantie nicht greift.
Diese "Verarsche" führt bei mir wohl dazu, dass das Thema Ford für mich kein Thema mehr sein wird.
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TL_Alex
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon TL_Alex » 13. Nov 2017, 21:23

Das ist der Deal, ihre Bedingungen, deine Entscheidung.

derblaue
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon derblaue » 13. Nov 2017, 21:29

... finde ich interessant :shock:

OK, so ein Teil kann man vielleicht schon als Verschleissteil bezeichnen, aber 54.000 km?

Abgesehen davon, dass Ford eine Kostenübernahme erklärt und nachdem die Reparatur, die man auch woanders billiger hätte durchführen können, ätschi-bätsch sagt, finde ich den angeblichen kausalen Zusammenhang schon ziemlich weit her geholt.

Wo hast Du die Federn einbauen lassen? Bei Ford aus dem Original-Zubehör oder fremd?

Lass doch rückabwickeln. Die sollen das wieder auf eigene Kosten ausbauen, wenn sie nicht bezahlen wollen.
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Quastenfloesser » 13. Nov 2017, 21:42

Dann hat hier quasi schon fast jeder freiwillig auf einen Teil der Garantie verzichtet.

Wie ist das denn dann wenn mir mein Händler quasi ein Fahrwerk aktiv empfiehlt und dies auch einbaut?
Gruß
Joachim

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Onkel-Bob » 13. Nov 2017, 21:46

klingt für mich irgendwie unschlüssig :shrug:
Bei einem Kulanzantrag wird erst geprüft, dann genehmigt (evtl je nach Fall) und dann die Reparatur ausgeführt.
Wie hat den Ford im nachhinein rausgefunden, dass andere Fahrwerkskomponenten einbaut waren? Da müsste ja die Werkstatt nachträglich bei Ford gepetzt haben.
Also das ein Hersteller, egal ob Ford oder sonst wer, nach einer Kulanzzustimmung nachträglich zurück rudert, habe ich in der Praxis noch nie erlebt oder gehört.
Rein rechtlich ist der Hersteller bei der Kulanzablehnung (leider) im Recht. Bleibt die Frage wie Ford davon erfahren hat? :shrug:

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Hermi50 » 13. Nov 2017, 21:54

Fahrwerk wurde von einem der bekannten Tuner bezogen und eingebaut.
Die Werkstatt hast nicht gepetzt, sondern Ford hat nachträglich ein Foto der rechten Vorderachse angefordert.

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon derblaue » 13. Nov 2017, 22:01

... trotzdem, Kulanzzusage zurück nehmen NACHDEM die Reparatur durchgeführt und berechnet wurde geht m.E. gar nicht.

Garantie hin oder her.

Mal sehen, wie HaKa das sieht :shrug:

@Fennek
Das ist genau das Thema, das wir vorhin in "Welche Tieferlegung" kontrovers diskutiert hatten, aber jetzt halt vorne, um nicht kleinlich zu sein.
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Hermi50 » 13. Nov 2017, 22:09

Ich finde eine solche Kulanzregelung nicht rechtens. Kann aufgrund der Rechnungen nachweisen, dass sich zwischen Einbau der Dämpfer und der Reparatur ganze 4 Arbeitstage und keine 54000 km liegen. Bin mal gespannt wie das Forum reagiert, wenn der erste Motorschaden wegen einer nicht serienmässigen AGA von Ford zurückgewiesen wird.

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon derblaue » 13. Nov 2017, 22:12

Das ausgeschlagene Kugelgelenk hat der Tuner, der die Federn eingebaut hat, nicht bemerkt ???
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Onkel-Bob » 13. Nov 2017, 22:14

fangen die jetzt ernsthaft an Ursachenforschung zu betreiben beim Mustang? Wäre ja mal was ganz neues :rolleyes:
aber mal im ernst, wenn Fahrwerk oder Felgen entsprechend verändert werden, dann hat man bei div Teilen des Fahrwerks einfach Garantielücken, dass weis man aber vorher. Ist jetzt in deinem Fall dumm gelaufen, aber muss man einfach so akzeptieren.
Klar könnte man auf dem Thema "nachträgliches Widerrufen der Kulanz" herum reiten, aber letztendlich lag ja eine Täuschung der Tatsachen vor. Zum Zeitpunkt des Kulanzantrages waren andere Fahrwerkskomponeten verbaut, entsprechend muss man dafür grade stehen, selbst wenn die erst kurz vorher eingebaut wurden. So sind nunmal die Garantiebedingungen.

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Fennek » 13. Nov 2017, 22:47

... und genau deshalb habe ich die Garantieverlängerung nicht gemacht. Hätte bei meinen ganzen Umbauten eh keinen Sinn gehabt.
Gruß
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon HaKa » 14. Nov 2017, 00:09

Hallo Hermi, hallo Leute, :Winkhappy:

habe mal auf die Schnelle recherchiert, weil mir das Verhalten von Ford widersprüchlich vorkam. Erst Kulanz-Zusage, vielleicht auch ein Kulanz-Vertrag - kommt hier auf die genauen Absprachen an -, dann Ausführung der Kulanz-Leistung und anschließend ein einseitiger Widerruf der bereits ausgeführten Kulanzleistung.

Da fällt Justitia von ihrem Sockel!

Ähnlich dachte wohl auch das OLG München im Urteil vom 01. März 2011, Az. 9 U 3782/10.

Leitsatz
1. Eine Kulanzvereinbarung ist in der Regel rechtlich bindend, wenn sie zur Vermeidung eines Rechtsstreits getroffen wird.

2. Der Rechtsbindungswille der Parteien muss durch Auslegung der Kulanzregelung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und rechtlichen Bedeutung der Angelegenheit sowie der Interessenlage festgestellt werden.

Auszüge aus den Entscheidungsgründen

... Aus den Nachbesserungsangeboten der Beklagten vom 27.02.2008, 08.04.2008 und 15.04.2008 (Anlagen K 5, K 8 und B 3) und dem Antwortschreiben der Klägerin vom 21.04.2008 (Anlage K 9) ergibt sich, dass die Parteien eine rechtlich bindende Kulanzregelung getroffen haben. Die Beklagte verpflichtete sich, sämtliche Fassadenflächen, die Gegenstand des selbständigen Beweisverfahrens 18 OH 24178/07 waren, durch ihren Subunternehmer neu zu beschichten. Die geschuldete Leistung hat die Beklagte in der Folgezeit nur zum Teil erbracht. Die Höhe ihres Schadens von EUR 18.607,91 hat die Klägerin durch Vorlage der Rechnung des Malereibetriebes ... vom 27.08.2008 nachgewiesen (Anlage K 10).

a) Dass die Beklagte ihre Angebote "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" und "ohne Anerkennung der Mangelhaftigkeit der Fassaden" abgab, bedeutet lediglich, dass die angebotene Leistung allein auf Entgegenkommen beruhte, nicht aber auf der Anerkennung einer Leistungsverpflichtung. Die Beklagte wollte damit klarstellen, dass sie nur aus Kulanz und nicht in dem Bewusstsein handelte, zur Nacherfüllung verpflichtet zu sein. Damit sollten zugleich die Wirkungen des § 212 Abs. 1 Nr. 1 BGB ausgeschlossen werden. Denn die Vornahme oder Zusage einer Kulanzleistung an sich stellt niemals ein zum Neubeginn der Verjährung führendes Anerkenntnis dar (vgl. Auktor/Mönch NJW 2005, 1686, 1688; Palandt/Ellenberger, BGB, 70. Aufl., § 212 Rdnr. 4). Wie der Schriftsatz der Beklagten vom 29.03.2010 (Bl. 47/48 d.A.) und ihre beigefügten Schreiben an die Prozessbevollmächtigten der Klägerin vom 03.03.2010 und 29.03.2010 belegen, hat die Beklagte Kulanzangebote zur Nachbesserung stets mit den Formeln "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" und "ohne Anerkennung der Mangelhaftigkeit" abgegeben.

b) Inhaltlich bezogen sich die Nachbesserungsangebote vom 27.02.2008, 08.04.2008 und 15.04.2008 auf die Neubeschichtung der "streitgegenständlichen Fassaden", wie sie sich aus Ziff. I.1 der Antragsschrift des selbständigen Beweisverfahrens ergaben. Es wurden somit sämtliche Außenfassaden erfasst, auch die jetzt noch streitigen hellgelben Fassadenbereiche. Da die Beklagte diese Arbeiten "ohne jede Einschränkung" und ohne "Vorbehalte" anbot, durfte die Klägerin nach dem objektiven Empfängerhorizont von der Neubeschichtung der Gesamtfassade ausgehen.

c) Indem die Beklagte zu einem späteren Zeitpunkt den Neuanstrich der hellgelben Fassadenteile endgültig ablehnte, hat sie sich nach § 280 Abs. 1 und 3, § 281 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 BGB schadensersatzpflichtig gemacht. Der Erörterung bedarf lediglich die Frage der Pflichtverletzung. Darunter ist jede objektive Abweichung des Verhaltens einer Partei vom geschuldeten Pflichtenprogramm zu verstehen. Eine Kulanzregelung ist in der Regel rechtlich bindend und begründet Pflichten im Sinne der §§ 241, 280 Abs. 1 BGB. Ob die Parteien durch eine Kulanzregelung ein rechtsgeschäftliches Schuldverhältnis mit Rechtsbindungswillen begründen wollten, hängt davon ab, wie sich das Verhalten der Beteiligten bei Würdigung aller Umstände nach Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte einem objektiven Betrachter darstellt (vgl. BGH NJW 2009, 1141). Wenn derjenige, der dem anderen Teil etwas gewährt, selbst ein rechtliches oder wirtschaftliches Interesse daran hat, spricht dies in der Regel für seinen Rechtsbindungswillen. Gleiches gilt, wenn der Begünstigte sich erkennbar auf die Zusage verlässt und für ihn erhebliche Werte auf dem Spiel stehen. Die Annahme eines Rechtsbindungswillens liegt insbesondere nahe, wenn der Begünstigte ein (berechtigtes) Interesse an einem vertraglichen Schadensersatzanspruch für den Fall der Nicht- oder Schlechterfüllung der Leistung bzw. des Verzuges hat (Bamberger/Roth-Sutschet, Beckscher Online-Kommentar, Stand: 01.05.2010, § 241 Rdnr. 18; vgl. auch Palandt/Grüneberg a.a.O. Einl. vor § 241 Rdnr. 7). Danach kann im vorliegenden Fall ein Rechtsbindungswillen der Parteien nicht zweifelhaft sein. Die Beklagte hatte ein starkes wirtschaftliches Interesse, den weiteren Anfall von Gerichts- und Sachverständigenkosten zu vermeiden (Anlage K 5) und bot deshalb eine umfassende Neubeschichtung aller streitigen Fassadenteile durch ihre Subunternehmerin an. Die Klägerin hat sich auf die Zusage der Beklagte ersichtlich verlassen, indem sie mit Schriftsatz vom 21.04.2010 von der weiteren Durchführung des selbständigen Beweisverfahrens absah, soweit die Fassadenflächen begutachtet werden sollten, und damit zugleich ihre Beweislage verschlechterte. Dass die Klägerin in einer solchen Situation ein erhebliches Interesse an einem vertraglichen Schadensersatzanspruch für den Fall der Nicht- oder Schlechtleistung hatte, drängt sich auf. Nach allem hat sich die Beklagte rechtlich bindend zur Nacherfüllung hinsichtlich sämtlicher in der Antragsschrift vom 20.12.2007 enthaltenen Fassadenbereiche verpflichtet. Der unterbliebene Neuanstrich der hellgelben Flächen stellt deshalb eine zum Schadensersatz führende Pflichtverletzung dar.

Hier würde ich mich also gegenüber dem FFH mal auf die Hinterfüße stellen und auf der besprochenen Kulanz bestehen. :headbang:
Fahrerische Grüße

HaKa

Es geht auch ohne Bild - muss aber doch nicht sein

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon PonyWhisperer » 14. Nov 2017, 06:34

Hermi50 hat geschrieben:Ich finde eine solche Kulanzregelung nicht rechtens. Kann aufgrund der Rechnungen nachweisen, dass sich zwischen Einbau der Dämpfer und der Reparatur ganze 4 Arbeitstage und keine 54000 km liegen. Bin mal gespannt wie das Forum reagiert, wenn der erste Motorschaden wegen einer nicht serienmässigen AGA von Ford zurückgewiesen wird.


Verstehe zwar Deine Aussage zur AGA nicht ganz - aber rechtlich ist das eher eindeutig:

Wenn Du oder Dein "Erfüllungsgehilfe" am Orginalzustand, der der Gewährleistung oder Garantieverpflichtung von Ford unterliegt, etwas änderst, ist der Originalzustand der Sache verloren ... und die Garantieverpflichtung für den Originalzustand fällt weg! Ganz einfach - so wird Ford vor Gericht argumentieren und so wird das auch ein Richter sehen.

Wenn Du nun einwendest, die Veränderung des Originalzustandes hätte ursächlich keinen Einfluss auf den Schaden, den Ford nun nicht auf ihre Kosten begleichen will, wirst Du das beweisen müssen - nicht die Fa. Ford!

Innerhalb der Gewährleistung (erstes. Jahr) und Garantie bist Du geschützt - Ford muss beweisen (wenn der Originalzustand nicht verändert wurde)! Danach oder wenn Du den Zustand verändert hast, musst Du beweisen.

Ich wette, einem solchen Prozess sieht Ford mit "großer Gelassenheit" entgegen (wie der Jurist so schön zu formulieren pflegt).

Ich würde mich dann eher an den Tuner halten, der Dir ein schriftliches Garantieversprechen abgegeben hat, dass seine AGA keinen schädlichen Einfluss auf den Motor hat ... (auch wenn der nicht von ihm geliefert wurde und somit auch nicht direkt dem originärem Garantieversprechen unterliegt!). Und hier ist der Pferdefuß - der Tuner wird sagen, der Schaden sie kausal durch eine andere Root Cause verursacht - nicht aber duch seine AGA.

Denn der wiederum hat ersteinmal einen Gutachter an der Hinterhand, der das so mit wissenschaftlichen Beweisen untermauern wird ...! Und dann brauchst Du einen Gegengutachter, der den Einfluß kausal beweist .... und irgendwann muss der Richter entscheiden.

Im Übrigen - dieses Forum hat wenig bis gar keinen Einfluss auf die Entscheidungen von Ford. Das kannst Du an den vielen Threads zu den Mustnag Mängeln und Ford's Sturheit ablesen.

Gruesse

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Klammer » 14. Nov 2017, 06:37

Anstatt sich zu schämen, dass nicht nur vereinzelt Querlenker oder Radlager nach 30.000 bis 50.000 km ausgetauscht werden, zieht Ford hier die Verursacherkarte (die anhand eines Bildes festgestellt wird). Wobei ich das Wort Kulanz im Zusammenhang mit der Garantieverlängerung nicht ganz verstehe.

Solche Probleme hatte ich weder bei Mercedes, noch bei Kia, die beide Fahrwerksverändert waren, aber dennoch solch offensichtliche Materialschwächen kostenneutral reguliert wurden.

Klar kann sich Ford bequem zurücklehnen und auf die Garantiebedingungen verweisen. Wer will dann auch nachweisen, dass die Stossdämpfer nicht ursächlich waren, da sie sogar materialschonender sind als Stock ... sehr kundenunfreundlich und unkulant.

Ich kann nur empfehlen dass jeder, der solch frühe Mängel am Fahrzeug hat, diese mit Fotos belegt und in den sozialen Medien öffentlich macht. Bei Ford ist dies scheinbar der einzige Weg sich gegen diese Ignoranz zur Wehr zu setzen.

Irgendwie scheint bei Ford niemand wirklich zu verstehen, wie schnell man sich selbst abschaffen kann ... sollen mal bei Opel fragen gehen.

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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon gmork » 14. Nov 2017, 08:56

PonyWhisperer hat geschrieben:Verstehe zwar Deine Aussage zur AGA nicht ganz - aber rechtlich ist das eher eindeutig:

Wenn Du oder Dein "Erfüllungsgehilfe" am Orginalzustand, der der Gewährleistung oder Garantieverpflichtung von Ford unterliegt, etwas änderst, ist der Originalzustand der Sache verloren ... und die Garantieverpflichtung für den Originalzustand fällt weg! Ganz einfach - so wird Ford vor Gericht argumentieren und so wird das auch ein Richter sehen.

Wenn Du nun einwendest, die Veränderung des Originalzustandes hätte ursächlich keinen Einfluss auf den Schaden, den Ford nun nicht auf ihre Kosten begleichen will, wirst Du das beweisen müssen - nicht die Fa. Ford!

Innerhalb der Gewährleistung (erstes. Jahr) und Garantie bist Du geschützt - Ford muss beweisen (wenn der Originalzustand nicht verändert wurde)! Danach oder wenn Du den Zustand verändert hast, musst Du beweisen.

Ich wette, einem solchen Prozess sieht Ford mit "großer Gelassenheit" entgegen (wie der Jurist so schön zu formulieren pflegt).

Ich würde mich dann eher an den Tuner halten, der Dir ein schriftliches Garantieversprechen abgegeben hat, dass seine AGA keinen schädlichen Einfluss auf den Motor hat ... (auch wenn der nicht von ihm geliefert wurde und somit auch nicht direkt dem originärem Garantieversprechen unterliegt!). Und hier ist der Pferdefuß - der Tuner wird sagen, der Schaden sie kausal durch eine andere Root Cause verursacht - nicht aber duch seine AGA.

Denn der wiederum hat ersteinmal einen Gutachter an der Hinterhand, der das so mit wissenschaftlichen Beweisen untermauern wird ...! Und dann brauchst Du einen Gegengutachter, der den Einfluß kausal beweist .... und irgendwann muss der Richter entscheiden.

Nach allem was ich bisher gehört habe, darf Ford nicht einfach behaupten, dass die AGA den Motor kaputt gemacht hat, sondern muss das mit einem Gutachten belegen. Sonst könnten sie ja auch behaupten, dass z.B. aufgeklebte Streifen einen Motorschaden verursacht hätten und darauf hoffen, dass dem Kunden ein eigenes Gutachten zu teuer / riskant ist.
Und bei einer CatBack-Anlage wird es dann eher schwer, das zu belegen, da die Drücke am Motor kaum verändert werden.
Anders sieht es z.B. bei einem Motortuning aus...
Ob durch die Tieferlegungsfedern der Querlenker beschädigt wurde (werden kann?), wage ich nicht zu bewerten, da würde ich mich auf die Einschätzung eines Fachmanns verlassen
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon MX501 » 14. Nov 2017, 09:11

Ob durch die Tieferlegungsfedern der Querlenker beschädigt wurde (werden kann?), wage ich nicht zu bewerten, da würde ich mich auf die Einschätzung eines Fachmanns verlassen



Dann dürfte Ford die Federn nicht offiziell vertreiben. :)
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Ron » 14. Nov 2017, 09:35

HALLO

Bei der BBK bekommt man ja eine Staudruck Messung schriftlich mit .

Damit hat man es schriftlich das sich für den Motor nichts ändert .

Also mache ich mir da keine Sorgen um die Garantie .

Gruß Ron
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Re: Garantieleistungen von Ford

Beitragvon Klammer » 14. Nov 2017, 10:03

Alleine von einer gewissen "Lebenserfahrung" ausgehend, ist doch klar, dass sich Ford nur herauswinden möchte.

Wenn man mal zusammenzählt, wieviele Sportfahrwerke in Fahrzeuge eingebaut werden, müssten die Werkstätten voll sein, von Fahrzeugen die neue Querlenker benötigen, alle 50.000 km.
Genauso, wie eine Spurverbreiterung ein Radlager nicht in 30.000 km beschädigen darf, oder eine Sportauspuffanlage keinen Motorschaden verursacht.

Eine Stellungnahme von Koni und Eibach wäre doch mal interessant, zu der Aussage, dass deren Teile die Querlenker des Fahrzeuges schädigen und daher von einem Einbau abgeraten werden muss.

Irgendwie bin ich der Meinung, dass die heiligen Fordhallen in Köln mal frisch durchgelüftet gehören.

In diesem Fall würde ich sogar einen 10er für ein Gutachten spenden ...

Trotzdem könnte es hilfreich sein, nochmal darauf hinzuweisen, dass die Stoßdämpfer erst im Zuge der Bemängelung eingebaut worden sind.


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